Über uns

Transparenz und Fundament

Wir agieren als schlanke, effiziente Einheit. Hinter der Stiftung steht die Überzeugung, dass wirksame Hilfe und modernes Management untrennbar verbunden sind.

Amitiés
/a.mi.tje/ · französisch · plural Freundschaften. Bewusst im Plural — denn was wir bauen, entsteht zwischen Menschen, zwischen Kulturen, zwischen Generationen. Eine Stiftung als Knotenpunkt von vielen kleinen, langen Beziehungen.
Spiegelung eines Bergpanoramas in einem Hochgebirgssee in Ladakh
Governance

Wie wir arbeiten

Null-Spesen-PolitikVerwaltungskosten trägt der Stifter persönlich.
ESA-AufsichtUnterstellt der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht.
EhrenamtlichStiftungsrat und operative Mitarbeit sind unentgeltlich.
SteuerstatusSpenden sind in der Schweiz steuerbefreit.
Stiftungsorgane

Stiftungsrat und Delegierter

Stiftungsratspräsident
Marco Durrer
Dr. rer. pol. - MALD Fletcher
Stiftungsrätin
Barbara Eisenring
5.1 Stiftungsprojekt Ladakh
Stiftungsrätin
Stephanie Sitzmann
Stiftungsprojekt 5.2 Generatives Management
Delegierter Stiftung
Jean-Pierre Sitzmann
Kurz-CVs

Marco Durrer, Stiftungsratspräsident

Dr. Marco Durrer leitet den Stiftungsrat der Stiftung Amitiés mit einer aussergewöhnlichen Kombination aus strategischer Weitsicht und jahrzehntelanger Führungserfahrung.

Nach seinem Doktorat in Politikwissenschaften (IHEID Genf) und einem Master of Arts in Law and Diplomacy (The Fletcher School, Tufts University) blickt er auf eine erfolgreiche Finanz- und Managementkarriere in renommierten Instituten wie der Credit Suisse, der Deutschen Bank (Schweiz) AG, Lombard Odier und der Valiant Privatbank AG zurück.

Seine weitreichende Governance-Expertise spiegelt sich in seiner langjährigen Tätigkeit als Verwaltungsrat von rund einem Dutzend öffentlicher und privater Unternehmen wider – darunter die Schweizerische Post AG, PostFinance AG, Piguet Galland & Cie SA sowie Picard Angst SA.

Diese fundierte Praxis aus der Finanz- und Immobilienbranche (u.a. DGM Immobilien AG) setzt er gezielt ein, um die strategische Entwicklung der Stiftung partnerschaftlich, transparent und zukunftsorientiert zu steuern. Geprägt von der gemeinsamen Haltung, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und nachhaltige Bildungschancen zu schaffen, stellt er seine vielseitigen Fähigkeiten vollumfänglich ehrenamtlich in den Dienst der Stiftung.

Stephanie Sitzmann, Stiftungsrätin

Stephanie Sitzmann verfügt über einen Master of Advanced Studies der PHSG in Supervision und Organisationsberatung (MAS PHSG).

Nach langjährigen Erfahrungen in der Personal- und Managemententwicklung im In- und Ausland ist sie seit 1997 mit sitzmann TRAINING & COACHING erfolgreich selbstständig.

Als versierte Organisationsentwicklerin, Trainerin und zertifizierter Coach begleitet sie Führungskräfte sowie Teams in den Bereichen Kommunikation, lösungsorientierte Führung (Empowering Leadership) und Kulturwandel.

Ihre weitreichende Erfahrung in der Begleitung systemischer Prozesse und der Organisationsentwicklung bringt sie gewinnbringend in die strategische Arbeit des Stiftungsrates und dem Stiftungsprojekt 5.2 (Generatives Management) ein.

Als Stiftungsrätin ist es mir ein großes Anliegen, zukunftsweisende Antworten auf die Fragen unserer Arbeitswelt zu finden. Junge Führungspersonen brauchen heute mehr als klassische Management-Tools – sie brauchen generative Kraft und mentale Resilienz. Dass wir mit unserem Stiftungsprojekt innovative, neurobiologische Ansätze direkt in der Praxis testen, macht unsere Arbeit für mich so wirksam und anerkennenswert.

Barbara Eisenring, Stiftungsrätin

Barbara Eisenring ist biomedizinische Analytikerin (ehemals medizinisch-technische Laborantin), diplomierte Sozialpädagogin HF sowie Pflegehelfende. Derzeit ist sie als Sitzwache am KSW tätig und widmet sich mit Freude ihrer Rolle als Familienfrau.

Darüber hinaus pflegt sie einen wertvollen Austausch mit ihren tibetischen Patenkindern und anderen Mitmenschen. Auf ihrem bisherigen Lebensweg hat Barbara Eisenring fremde Länder bereist und vielfältige Erfahrungen gesammelt.

Nach langjähriger Tätigkeit im medizinischen Laborwesen wirkte sie mehrere Jahre als Sozialpädagogin und begleitete Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen mit Einfühlungsvermögen und Engagement.

Seit einigen Jahren vertieft sie sich intensiv in die buddhistische Philosophie und Psychologie sowie in Mind Coaching. Zurzeit absolviert sie ein buddhistisches Grundstudium. Bereits erfolgreich abgeschlossen hat sie Ausbildungen zur Meditationsleiterin und zur Lu-Jong 1-Lehrerin.

Dem Stiftungsprojekt 5.1 für Novizinnen in Ladakh widmet sie sich mit grossem persönlichem Einsatz. Ihr Anliegen ist es, die jungen Novizinnen auf ihrem Weg zu unterstützen und zu einer menschenwürdigen Lebenssituation sowie zu guten Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in den Nonnenklöstern beizutragen.

Mit ihrer interkulturellen Kompetenz, der beruflichen Erfahrung und der von Mitgefühl geprägten Haltung möchte Barbara Eisenring die strategische Begleitung der Stiftungsinitiativen ehrenamtlich und spesenfrei unterstützen. Es ist ihr ein Herzensanliegen, zum Wohle anderer mitzuwirken und dieses Projekt 5.1 der Stiftung achtsam, verantwortungsvoll und mit Freude zu fördern.

Jean-Pierre Sitzmann, Delegierter

Jean-Pierre Sitzmann ist Gründer und Delegierter des Stiftungsrates der Stiftung Amitiés und verantwortet die operative Geschäftsführung der Organisation.

Er blickt auf eine jahrzehntelange Erfahrung als Geschäftsführer einer GmbH sowie als langjähriger Verwaltungsratspräsident einer Immobilien AG zurück und bringt diese tiefgreifende Expertise im Projektmanagement direkt in die Stiftung ein.

Angetrieben von der tiefen Überzeugung, dass Bildung die nachhaltigste Form der Unterstützung ist, richtet er die Stiftungsprojekte gezielt darauf aus, eine langfristige Wirkung zu erzielen und neue, tragfähige Strukturen entstehen zu lassen.

Als zentrales Bindeglied leitet er das strategische Fundraising sowie die Koordination der Initiativen vor Ort. Die Tatsache, dass er und alle weiteren Stiftungsorgane und Mitwirkenden sich vollumfänglich ehrenamtlich engagieren, entspringt einer klaren Haltung: „Uns geht es gut – wir wollen etwas zurückgeben.“

Regulatoren

Aufsicht, Revision und Register

ESADie Stiftung ist der ESA - Eidgenössische Stiftungsaufsicht unterstellt.
RevisionOrfida Treuhand + Revisions AG
orfida.ch
SteuerbefreiungSteuerbefreiung per Gründungsdatum 28.05.2025
Gründung & Geschichte

Die Entstehung – Von einer Begegnung zur Stiftung.

Die Anfänge: Die Initiative in Ladakh (2017–2025)

Im Jahr 2017 legte eine Reise den Grundstein für das heutige Engagement. Unter der Leitung eines buddhistischen Lehrers reisten die späteren Stiftungsgründer Jean-Pierre Sitzmann und seine Frau Stephanie zusammen mit einer Reisegruppe in das alte Königreich Zanskar in Ladakh. Beim Besuch des Nonnenklosters Karsha (Tschu Tschik Schal) in Padum kam es zu einer prägenden Begegnung mit der dortigen Gemeinschaft. Spontan sammelte die Reisegruppe rund 1'000 CHF, um die Ernährung der Nonnen zu unterstützen.

Die Reaktion der Äbtin hinterliess einen bleibenden Eindruck: Nach kurzer Beratung fragte sie im Namen der Gemeinschaft an, ob 400 CHF des Betrags stattdessen für ein dringend benötigtes Stromaggregat eingesetzt werden dürften – die Nonnen verzichteten dafür freiwillig auf ihren individuellen Anteil. Diese kollektive Umsicht und Bescheidenheit führte im Frühjahr 2018 zum Entschluss der Gründer, die Unterstützung langfristig und gezielt fortzusetzen.

Was als private Initiative begann, wuchs in den Folgejahren stetig. Ehemalige Mitreisende und weitere Unterstützer schlossen sich den Spendenaufrufen an. Zwischen 2018 und 2025 kamen so insgesamt rund 53'000 CHF zusammen. Die Beiträge flossen zu 100 % direkt vor Ort – unter anderem in die Nonnenklöster Karsha und Manda sowie im Jahr 2025 in den Bau eines neuen Gemeinschaftshauses für das Nonnenkloster Manda (Zanskar / Phey). Sämtliche administrativen Nebenkosten wurden von den Gründern privat getragen, um eine abzugsfreie Mittelverwendung zu garantieren.

Gruppenfoto Chuchik Jall Khachod Dublink Karsha Nunnery, Padum, Zanskar
Gruppenfoto Chuchik Jall Khachod Dublink Karsha Nunnery, Padum, Zanskar
28. Mai 2025

Die Gründung: Ein nachhaltiges Fundament

Um das über Jahre gewachsene Engagement auf eine rechtlich fundierte, transparente und dauerhafte Basis zu stellen, erfolgte am 28. Mai 2025 die offizielle Gründung der Stiftung Amitiés mit Sitz in Einsiedeln.

Der Name „Amitiés“ (Freundschaften) ist dabei programmatisch zu verstehen. Gemäss Art. 2 der Statuten verfolgt die Stiftung einen reinen Zweck von öffentlichem Nutzen ohne Erwerbs- oder Gewinnabsicht. Das Ziel besteht darin, neue Angebote in Form von Aus- und Weiterbildungen oder Projekten zu fördern, die für jüngere Generationen heute nur schwer zugänglich sind. Geografisch umfasst der Aktionsradius der Stiftung die Schweiz und Nordindien.

Die Tätigkeitsfelder: Zwei Welten, ein Gedanke

Im Organisationsreglement der Stiftung sind zwei konkrete Kernprojekte definiert, welche diesen Stiftungszweck operativ umsetzen. Obwohl sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen, teilen sie denselben Grundgedanken.

Stiftungsprojekt 5.1: Fachausbildungen für Novizinnen in Ladakh

Dieses Projekt führt das Engagement im Himalaya fort. Basierend auf den Werten der Menschlichkeit und Solidarität werden Ausbildungsstipendien vergeben, Schulprojekte unterstützt und die Infrastruktur von Bildungsstätten finanziert. Damit wird neben dem Erhalt der tibetischen Sprache und Kultur der Zugang zu fundierten Fachausbildungen gesichert, sodass die Nonnen künftig als tragende Stützen Verantwortung in ihrer Gesellschaft übernehmen und ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft nachhaltig verbessern können.

Stiftungsprojekt 5.2: Generatives Management für junge Führungspersonen

Parallel dazu widmet sich die Stiftung den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt. Gefördert werden die Entwicklung und Anwendung von Methoden, die Führungskräften und Teams helfen, auch unter hohem Druck handlungsfähig, kreativ und „out-of-the-box“ zu bleiben. Der Ansatz kombiniert neurobiologische Erkenntnisse mit generativer Kraft, um blockierende Stressreaktionen in ressourcenreiche Zustände zu transformieren. Die Stiftung unterstützt dazu modulare Konzepte, testet diese in der unternehmerischen Praxis und lässt die Wirksamkeit wissenschaftlich durch Hochschulen validieren.

Die Identität: Der bereichernde Gegensatz

Das Zusammenspiel dieser beiden scheinbar gegensätzlichen Welten ist für die Stiftung Amitiés identitätsstiftend. Es handelt sich um zwei Pole, die sich gegenseitig vervollständigen.

Novizinnen in Ladakh (5.1)

In der Welt der Novizinnen in Ladakh bringen die Menschen das tief verankerte, meditative Element durch ihren Kulturkreis ganz natürlich mit – hier setzt die Stiftung bei der Vermittlung der klassischen, fachlichen Ausbildung an.

Generatives Management (5.2)

In der westlichen Wirtschaftswelt des Generativen Managements verhält es sich umgekehrt: Die fachliche Ausbildung von Führungskräften ist in der Regel exzellent, doch der Nutzen des meditativen, fokussierten Elements zur Stressregulation und Aktivierung kreativer Prozesse ist im Management oft unbekannt.

Die Verknüpfung dieser beiden Pole definiert den eigentlichen Geist und den Auftrag der Stiftung.